DDO Prototype
Aufgabenstellung Früher hatte ich mal so einen Kilometerzähler am Vorderrad meines Rennrads, sehr zum Leidwesen meiner Radkollegen, da das Ding ziemlich laut klackerte.
Analoger Kilometerzähler
Das gleiche soll nun mit moderner Technik neu gebaut werden - aber ohne Klackern, wenn’s geht.
Schaut man sich auf dem Markt um, was es derzeit gibt, so findet man den Bikelogger. Der kann mehr einiges mehr als nur den aktuellen Stand zählen. Der Preis ist mit ca. 140 € aber ziemlich hoch. Cool ist, das er kein Kontakt-Kontakt für die Bewegungserfassung benötigt.
Den Zähler, den ich mir vorstelle, soll einfach nur die Laufleistung zählen und ansonsten nicht weiter auffallen. Es muss völlig wartungsfrei und ohne Schnickschnack sein. Außerdem soll er aus möglichst wenigen Bauteilen bestehen und die vorhanden Infrastruktur am Rad nutzen. Bei Bedarf kann man den aktuellen KM-Stand per Smartphone abfragen,
Komponenten Man benötigt einen Mikrocontroller zur Steuerung, ein EEPROM zum Speichern und eine stabile Spannungsversorgung.
Als Mikrocontroller habe ich mich für den RFduino entschieden, da er sehr klein ist und Bluetooth 4.0 unterstützt. Man kann ihn als SMD-Chip oder als Entwicklerboard mit USB-Anschluss für Rasterplatinen beziehen. Das Board kann mit 3.3 V betrieben werden. Die Programmierung ist einfach und es gibt viele Beispiele.
Als Speicher-Baustein kommt der 24AA256 von Microchip zum Einsatz. Er ist mit 256 kB ausreichen groß, kann per I2C einfach mit dem RFduino kommunizieren und kann mit 3.3 V betrieben werden.
Die Spannungsversorung bedient sich der am Fahrrad vorhanden B&M Lumotec-Leuchte mit Supercup-Kondensator. Um die Spannung der LED auf konstante 3.3 V zu bringen, kommt zur Spannungsstabilisierung der Step-Up Spannungsregler U1V11F3 von Pololu zu Einsatz.
Die Radbewegung wird klassisch per Kontakt-Schalter
Schaltung Auf dem Schaltplan sieht man noch die zusätzlich eine LED, als Minimal-Kommunikation so zu sagen.
Schaltplan
Die Stromversorgung geht tatsächlich direkt an die LED der Lumotec-Leuchte, dazu wurde ein 2-adriges Kabel an die LED-Platine gelötet.
Steckbrett
Auf das Breadboard gesteckt, ist die Schaltung sehr übersichtlich:
Steckbrett
Bauteil-Liste M1 RFD22102 RFduino DIP M2 Pololu 3.3V Step-Up Voltage Regulator U1V11F3 IC1 EEPROM Microship 24AA256 R4 Vorwiderstand 82 kΩ LED1 Rote LED R1 Vorwiderstand 330 Ω LED2 Gelbe LED R2 Vorwiderstand 330 Ω R3 Pull-Down-Widerstand 55 k Ω
LED1 blinkt kurz, wenn der aktuelle KM-Wert gespeichert wurden. LED2 zeigt, das Spannung anliegt (nur auf dem Breadboard gesteckt, nicht im Prototyp verbaut).
Platine Die Platine ist so gestaltet, dass sie in ein Gehäuse 56 x 56 x 40 mm passt (Hammond Electronics 1594ABK, gibt z.B. bei Conrad Electronics, Best.-Nr. 535086-62).
Layout
Die Verbindungen von Pin 8 vom 24AA256 nach VOUT musst aus Platzmangel fliegend verkabeln, dass könnte man noch besser machen. Gelötet sieht das dann so aus:
Oberseite
Unterseite
Als Signalgeber kommt ein kabelgebundener eine kabelgebunde Variante von einem billigen Baumarkt-Tacho zum Einsatz. Die Kabelenden werden direkt an die Steckerstifte auf der Platine gelötet (REED bzw. VOUT), Polung spielt keine Rolle. Ebenso das Kabel der Spannungsversorgung (VIN und GND). Das Kabel wird von unten durch das Lumitec-Gehäuse gezogen (Belüftungsloch) und auf die kleine LED-Platine gelötet. Hier natürlich auf die richtige Polung achten.
Hinweis: Mit dem Eingriff verliert die Leuchte den Garantieanspruch. Ob das Fahrrad noch im Straßenverkehr zulässig ist, habe ich nicht geprüft. Montage
Auf Rasterplatine gelötet und in ein Gehäuse gepackt sieht das Gerät dann am Fahrrad recht klobig aus, so wie es sich für einen Prototypen halt gehört.
Montage am Brompton
An meinem Brompton konnte es einfach an die Taschenhalterung montiert werden. Es führen zwei Kabel aus dem Gerät: Die Stromversorgung zur Frontlampe sowie das Kabel für den Kontaktnehmer zur Gabel.